Firmenstory

Stiftetui

1988, ein Jahr vor dem Mauerfall auf einem Wochenmarkt in Ostberlin

 

Zur der Zeit als das Foto rechts entstand, habe ich als Aussteiger in der DDR, in Ostberlin, gelebt und eine der vielen Lücken in der sozialistischen Planwirtschaft genutzt. Freunde von mir produzierten Jeans und T-Shirts, ich stellte Espadrilles für Damen her, verkaufte sie auf Wochenmärkten und konnte davon leben. Kurz vor meiner Ausreise in den Westen habe ich aus gefärbten Bettlaken Sweatshirts genäht und konnte sogar hervorragend davon leben.
Später im Westen hat mich die Idee, mit einem Produkt erfolgreich zu sein, das ich selbst entwerfen und herstellen konnte, nicht mehr losgelassen. Was mir damals die Planwirtschaft wegen der großen Lücken im Konsumbereich leicht gemacht hatte, sollte doch im Westen mit etwas Ehrgeiz und Findigkeit auch möglich sein. Neben dem Studium habe ich eine Zeit lang Lampen hergestellt.

 


Herrentaschen Damentaschen

2003, Rollover-Spielereien auf dem Titelbild meiner ersten Webseite

Allein die Miete für meine Ausstellungs-Vitrine auf dem Berliner Kudamm überstieg meine Wohnungsmiete.
Obwohl ich einige Hotels mit meinen Lampen ausgestattet hatte, rechnete sich die Sache nicht. Es musste also eine neue Idee her.



Stiftetui

2004, meine erste "Über-Eck" gearbeitete Tasche

Mit meiner nächsten Idee, die Marktlücke nicht nur auf der Konsumentenseite zu suchen, sondern auch auf der Seite der Produzenten, hatte ich mehr Erfolg. Leder mit der Hand oder der Maschine aufeinander zu nähen und damit Taschen und Etuis herzustellen, kann jeder mit etwas Übung zu Hause bewerkstelligen. Dieselben Sachen „Über-Eck“ zu nähen ist schon aufwändiger. Produzenten, die auch kleine Dinge wie Stiftetuis auf diese Weise herstellen, habe ich nicht gefunden. Also habe ich es selbst gemacht und - Anfängerglück sei Dank - der Erfolg stellte sich unerwartet schnell ein.

Stiftetui

2004, Kollektion mit Kästchen, Dosen und Etuis

 

 

 

 


Rohlinge aus der Serienfertigung für "Manufactum"

2005, zwei Stiftetuis aus meiner Werkstatt im
"Manufactum"-Katalog Nr. 18

Neben einem konventionellen Etui habe ich das von mir entworfenen Etui „Quadral“ zwei Jahre für „Manufactum“ produziert.
Gleichzeitig gab es in meiner Berliner Ladenwerkstatt maßgefertigte Taschen, Koffer und Accessoires zu kaufen.

 

 


Stiftetui

2006, Werkstatt und Schaufenster meiner Ledermanufaktur in Berlin.Mitte, Krausnickstraße 8


In meiner Ladenwerkstatt entstanden aus eigenen Ideen, nach Wünschen von Kunden und Vorstellungen von Designern und anderen Manufakturen Koffer, Taschen, Sonderanfertigungen und Prototypen.

 

 


Stiftetui

2006, TV-Sendung vom RBB über meine Ledermanufaktur in der Krausnickstraße


Der größte Teil meiner Ledersachen ist per Hand genäht. Die seit mehr als einhundert Jahren unverändert gebaute Adler 30-1 Nähmaschine diente dazu, die in Serie gefertigten Etuis für "Manufactum" vorzulochen (rechts im Video zu sehen). Außerdem habe ich damit Futterstoffe eingenäht und konventionelle Lederprodukte hergestellt.

 

 

 


Stiftetui

Von mir verwendete Werkzeuge, einige davon über 100 Jahre alt.


Momentan bereite ich die Wiederaufnahme der Arbeit in meiner Ledermanufaktur vor. Die auf den Webseiten zu sehenden Arbeiten stammen größtenteils aus der Zeit meiner Berliner Ladenwerkstatt. Neu sind Etuis für Smartphone und I-Pad. Mittlerweile bin ich im Südschwarzwald zu Hause und arbeite hauptberuflich als Redakteur.

 


 

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